Der Werbetexter hat ein gar nicht so leichtes Leben. Häufig muss er sich die Informationen, die er für seine Arbeit benötigt, selbst zusammensuchen.
Hinzu kommt, dass er mit dem, was vielleicht allgemein über ein Produkt oder ein Unternehmen bekannt ist, auskommen muss und dieses beachten muss. Das soll heißen, dass er die Werbung anpassen muss.
Ist eine eher negative Meinung über ein Unternehmen vorhanden, so darf das Produkt nicht als das neue Superprodukt beworben werden, das alles andere in den Schatten stellt.
Hier ist also etwas mehr Zurückhaltung gefragt und der Texter muss die Balance halten zwischen der Beachtung der öffentlichen Meinung und seiner Aufgabe als Werbeprofi.
Hier muss eher darauf gesetzt werden, dass sich die Meinung Stück für Stück ändert und so kann sich auch der Stil der Werbung langsam anpassen.
Für den Werbetexter liegt die größte Aufgabe darin, Überzeugungsarbeit zu leisten.
Das sind die prägnanten Sätze!
Wenn vom Kunden eine reine Information gewünscht ist, kann diese einfach positiv für die jeweilige ausgesuchte Zielgruppe verpackt werden. Wenn aber gewünscht wird, dass die Zielgruppe möglichst zum Kauf angeregt wird, so ist die Gestaltung des Textes schon schwieriger.
Da der Werbetexter nur einen begrenzten Raum zur Verfügung hat, alles, was gesagt werden soll, unterzubringen, muss er sich kurz fassen.
Kurz und prägnant muss alles Wichtige untergebracht werden. Meist sind es nur wenige Zeilen, die alles aussagen sollen, was es zu einem Produkt oder einer Dienstleistung zu sagen gibt und warum die Menschen sie unbedingt kaufen sollen.
Hier mit wenigen Worten ausreichend Überzeugungsarbeit zu leisten, stellt eine wahre Höchstleistung dar.
Hinzu kommt noch, dass der Werbetexter die Vorstellungen des Auftraggebers treffen muss. Er ist schließlich nicht für sich selbst tätig, sondern muss die Interessen seines Kunden, der Zielgruppe und seine eigenen im Auge behalten und umsetzen können. Häufig muss Überzeugungsarbeit durch Worte dann nicht nur bei der Formulierung des Werbetextes eingesetzt werden, sondern auch gegenüber dem Auftraggeber, der manchmal Vorstellungen hat, die so nicht umsetzbar sind.
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