Auch wenn es bei vielen Menschen so ist, dass der Werbebrief in der Mülltonne landet, und zwar, ohne vorher gelesen worden zu sein, so ist das doch nicht überall der Fall und viele Leute überfliegen den Werbebrief zumindest.
Der Vorteil des Werbebriefes besteht darin, dass er eben als Brief erscheint und nicht als E-Mail, Karte oder gar als SMS. Diese drei werden nämlich meist als weniger wichtig eingestuft, viele Menschen gehen davon aus, dass alles, was schriftlich zu ihnen ins Haus kommt, sicherlich irgendwie wichtig sein muss, sonst hätte sich ja schließlich niemand die Mühe gemacht, alles niederzuschreiben.

Damit der Brief also wirklich gelesen wird, sollte der Werbetexter einige Kriterien beim Verfassen beachten.
Das Bild des Textes sollte angenehm für das Auge sein und nicht von vornherein viel Lesearbeit suggerieren.
Das heißt, der Text muss in Abschnitte unterteilt werden, Unterbrechungen und vielleicht sogar Bilder zur Auflockerung aufweisen.
Die Sätze und Abschnitte sollten kurz sein. Wichtig sind auch Zusammenfassungen und Hervorhebungen, damit das Wichtigste auf einen Blick ersichtlich wird. Dieses bleibt so auch eher im Gedächtnis des Lesenden.
In den meisten Werbebriefen ist ein Postskriptum vorhanden. Viele Menschen lesen dieses zuerst, weil sie sich meist eine Art Zusammenfassung erhoffen. Daher muss es so gestaltet sein, dass es zum Lesen des übrigen Textes anregt. Das geht am besten, wenn im Postskriptum ein Vorteil für den Leser erkennbar ist. Dieser Vorteil sollte so gestaltet sein, dass er der Wirklichkeit entspricht und keine leeren Versprechungen darstellt.
Wer den Werbebrief textet, sollte wissen, welche Fragen sich der Leser stellen könnte und diese schon im Text beantworten. Das Angebot muss dabei immer positiv sein und sollte über eine reine Information hinaus gehen.
Ein Werbebrief darf auch nicht den Anschein erwecken, es handele sich dabei um Massenware. Er muss persönlich an den Adressaten gerichtet sein, damit sich dieser angesprochen und nicht als einer unter vielen fühlt. Zudem ist die Ich-Form im Brief zu bevorzugen.
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